Pressestimmen

Les Contes d’Hoffmann, Koblenz 2011

Bernhard Ott erzielt am Pult der Rheinischen mit erfreulich forschen Tempi einen beachtlichen musikalischen Spannungsbogen durch den Abend […]. Ott verbietet sich und dem Orchester jegliche Wunschkonzert-Gemütlichkeit: Ein frischer Klang ist der Lohn. (Rhein-Zeitung, 19.09.2011)

Das “Staatsorchester Rheinische Philharmonie ” unter der Leitung von Bernhard Ott sorgte für die positiven Akzente an diesem Abend. Mit viel Schwung und schönem Klang kamen die bekannten Melodien von Jaques Offenabch aus dem Orchestergraben. […] Die Besucher waren hörbar mit dem Gebotenen zufrieden. Der Neue Merker, 12/2011.

Musikalisch kann man der Aufführung ein ordentliches Niveau attestieren. Das Staatsorchester Rheinische Philharmonie stand unter der Leitung von Bernhard Ott und spielte makellos auf. Das Dirigat wirkte bei überwiegend schmissigen Tempi ein wenig hemdsärmelig, aber sicher so, wie man es im Frankreich des ausgehenden 19. Jhdts. gespielt hätte. Der Chor, verstärkt durch Extrachor Herren agierte präzise und war auch gekonnt geführt. Manfred Langer, “Opernfreund”:

Johannespassion, Koblenz 2009

Das Premierenpublikum feiert den Abend, der musikalisch manche Erwartungen übertrifft: Bernhard Ott realisiert mit der Rheinischen Philharmonie einen pulsierenden, in Artikulation und Phrasierung sehr lebendigen Bach-Klang und schreckt auch vor ambitioniert raschen Tempi nicht zurück.[…] Eine vollgültige Aufführung der Passion, dazu Tanz mit wechselnder Akzentsetzung der beteiligten Künste: Ein aufwendiges Projekt des Koblenzer Theaters, rechtzeitig zu Ostern, das bisher mit den größten Premierenbeifall der laufenden Saison erhielt. 2010-03-29, Rhein-Zeitung (Claus Ambrosius)

Fame, Theater und Philharmonie Thüringen 2008

Dass die Aufführung dennoch überzeugt, liegt an der musikalischen Leitung Bernhard Otts, der der Musik von Steve Margoshes den notwendigen Drive verpasst. Eine teils rasante Aufführung, für die Ella Spät die Ausstattung schuf und die vom zumeist jugendlichen Publikum bejubelt wurde. 2009-06-01, MUSICALS (Lutz Hesse)

Dass das musikalische Niveau angesichts der anspruchsvollen Mischung aus Rock, Jazz und Pop zwei Stunden lang stimmt, ist ganz allein ein Verdienst der Band im Orchestergraben. Bernhard Ott schafft es, diesen besonderen Drive aufzuspüren und seinen Musikern zu entlocken. Da kommt was an.Bei der Premiere am Sonntagabend gab es dafür minutenlang stürmischen Applaus. 2008-11-05, Freie Presse Chemnitz (Reinhard Oldeweme)

Orfeo ed Euridice, Theater und Philharmonie Thüringen 2008

Barockoper? Stinklangweilig, endlos, handlungsarm! Das mögen die gängigen Vorstellungen sein, die man mit dem Stichwort verbindet. Hundertfach bestätigt – mal musikalisch besser, mal schlechter. Doch nun kratzt da einer am Image. Und alles ist ganz anders. Da wird “Orfeo ed Euridice” zum spannenden Psychokrimi um Beziehungen und Scheinbeziehungen. Die Bühne am Park Gera zeigt sich damit auf dem Weg zur Heimstatt anspruchsvollen Musiktheaters, das über das Kammerformat weit hinausgeht. Bernhard Ott ist musikalisch für diesen Abend verantwortlich und neben einem exzellenten Solistenensemble und einem klangschönen Chor zeigt er Teile des Philharmonischen Orchesters am Anfang eines Weges, auf den er sie gebracht hat, nämlich zu historischer Aufführungspraxis. Und auch zur zweiten Premiere am Samstag nahm ein neugieriges und offenes Publikum das Schöne, Provokante, eben einfach Überzeugende begeistert an. 2006-12-03, OTZ (Dr. Tatjana Boehme-Mehner)

Die Unterwelt ist eine Halbwelt, gefüllt mit Trinkfreudig-Lüsternen, die aber Orfeos Geschick nicht kalt lässt. Sinnlich dezenter: eine Massenorgie im Dreivierteltakt. Dies war eines von jenen Intermezzi, bei dem das von Bernhard Ott geleitete Philharmonische Orchester zu sanft klingendem Ausdruck auflief.[…] Der Opernchor (Bernhard Ott) ist hingerissen und feiert sie mit hymnischem Klang. In jedem Falle ist diese Aufführung in italienischer Sprache mutig und anregend. 2006-12-11, Thüringer Allgemeine (Dr. Ursula Mielke)

Was ein Opernchor leisten kann, ist exemplarisch bei der Rekonstruktion der “Parma-Fassung” von Chr. W. Glucks “Orfeo ed Euridice” zu sehen. In Gera und Altenburg sind die Choristen nicht nur beim oberirdischen Anfang an der Bar ganz sie selbst und von heute, sondern mutieren konsequent zu Furien der Tiefe […]. Bernhard Ott, ihr Maestro, hat die Partitur nutzbar gemacht, die zwischen Wiener Fassung (1762) und der ultimativen Pariser Version (1774) entstand. Seit mehr als 40 Jahren war die Veröffentlichung in Aussicht gestellt, aber die an dieser Arbeit sitzenden, teilweise hochdekorierten Musikforscher waren dazu nicht in der Lage. Jetzt erwies sich dieser Handstreich als Glücksgriff.[…] Das deutsche Stadttheater ist also doch immer wieder für eine Überraschung gut. Offenbar eher an den Rändern als in den Zentren. 2006-11-01, Oper & Tanz (Frieder Reininghaus)

Dirigent Bernhard Ott richtete selbst das Aufführungsmaterial aus den Quellen ein und führt Orchester und Darsteller souverän durch den Abend. Trotz der Kürze der Oper (anderthalb Stunden ohne Pause) und der Beschränktheit des Raumes ein vollständiger Operngenuss. 2006-12-05, TLZ (Katharina Hofmann)

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